Hauttypen
Wer seine Haut kennt, kann Sie auch richtig pflegen!
Die Kosmetikerin weiß ganz genau worauf Sie bei einer Kundin achten muss um den richtigen Hauttyp festzustellen. Hierzu führt sie eine Hautanalyse durch, oder sie verwendet moderne Geräte die Ihren Hauttyp anhand von Messungen unterscheidet.
Achtung! Der Hauttyp kann sich im Laufe der Zeit ändern und sollte daher regelmäßig kontrolliert werden.
Möchten Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun, dann sollten Sie Ihre Pflege immer nach dem aktuellen Hautzustand ausrichten.
Die Kosmetikerin unterscheidet in der Regel zwischen diesen Hauttypen:
Normale Haut
Empfindliche Haut
Trockene Haut (Sebostase)
Fette Haut (Seborrhoe Oleosa)
Fette Haut (Seborrhoe Sicca)
Mischhaut
Atrophische Haut
Unreine Haut
Normale Haut
Bei der normalen Haut ist die Feuchtigkeit und die Spannung der Haut normal. Dies ist auf die gut funktionierende Talk und Schweißdrüsen zurückzuführen, aus diesem Grund treten bei der normalen Haut auch kaum Unreinheiten wie Comedos (Mittesser und Pickel) oder Pusteln auf.
Die normale Haut ist gut durchblutet, die Poren sind fein und kaum sichtbar. Die Haut fühlt sich weich und geschmeidig an. Leider ist dieser Hauttyp meist nur bei jungen Menschen zu finden.
Empfindliche Haut
Die empfindliche Haut reagiert besonders auf äußere Umwelteinflüsse wie Sonneneinstrahlung, Hitze, kalte Luft und Wind, Druck und Reibung, Stress, sowie auf die falschen Kosmetika, Parfums und Pflegeprodukte. Typische Reaktionen auf eine Reizung der empfindlichen Haut sind Juckreiz, Anschwellen der Haut, ein brennendes Gefühl und lokale Hautrötungen. Neben roten Flecken können sich auch kleine Pickelchen bilden. Oft neigt dieser Hauttyp auch zu Allergien.
Bei der empfindlichen Haut verwendet man leichte Produkte mit einem geringen Fettgehalt. Zu viel Fett in der Creme kann einen Hitzestau der Haut verursachen und eine Reizung oder sogar rote Äderchen hervorrufen.
Es gibt Menschen die ein Leben lang empfindliche Haut haben, aber auch solche die nur vorrübergehend empfindlich auf Umwelteinflüsse oder Produkte reagieren.
Hellhäutige Menschen mit wenig Pigmenten in der Haut reagieren sehr häufig empfindlich.
Trockene Haut (Sebostase)
Die Trockene Haut ist einer der am weitesten verbreiteten Hauttypen. Sie wirkt sehr dünn, zart und feinporig und ist sehr fett- und feuchtigkeitsarm. Ursache für die verminderte Feuchtigkeit in der Haut ist die Trägheit der Talgdrüsen. Diese produzieren zu wenig hauteigenes Fett, dies führt dazu, dass die Haut austrocknet und spröde, schuppig und matt wird. Die trockene Haut entwickelt sehr frühzeitig Knitterfältchen die sich mit der Zeit zu tiefen Falten entwickeln.
Nach dem waschen mit Seife spannt die trockene Haut. Positiv ist, dass die trockene Haut selten zu Unreinheiten neigt.
Fette und ölige Haut (Seborrhoe Oleosa)
Die fette und ölige Haut ist mit einem Ölfilm belegt, der bereits kurz nach dem waschen mit Seife wieder auftritt. Die Ursache dafür sind sehr aktive Talgdrüsen, die einen dünnflüssigen Talg und vermehrt Schweiß produzieren. Die fette Haut erkennt man meist an Ihrem Glänzen, den großen Poren, sie ist dick und schlecht durchblutet. Leider neigt diese Haut auch zu Hautunreinheiten (umgangssprachlich Pickeln) wie beispielsweise Pusteln, Talgretenzionszysten und Comedos (auch Mittesser genannt). Positiv bei diesem Hauttyp ist die späte Fältchenbildung.
Fette und schuppige Haut (Seborrhoe Sicca)
Die fette und schuppige Haut ist eine meist empfindliche Haut, deren Talg krankhaft verändert ist.
Der Talg trocknet an der Hautoberfläche an. Es treten vermehrt Schwellungen und Rötungen auf.
Mischhaut
Wie der Name schon sagt, mischen sich hier mehrere Hauttypen.
Die Mischhaut ist meist in der T- Zone (Stirn-Nase-Kinn) fett und an der Wangenpartie normal. Zudem gibt es meist auch einen Bereich mit trockener Haut in Form der feuchtigkeitsarmen Augenpartie.
Atrophische Haut
Die atrophische Haut tritt überwiegend im Alter auf. Kennzeichnend für die atrophische Haut sind tiefe Falten und Altersflecken, die nicht zu dem wahren Alter der Haut passen. Es ist also eine verfrühte Alterung der Haut eingetreten. Dies kann durch falsche Essgewohnheiten, Krankheiten, Rauchen und zu intensives Bräunen in der Sonne oder im Solarium hervorgerufen werden. Die atrophische Haut ist eine müde und reife Haut, es fehlt an Feuchtigkeit und Spannung.
Unreine Haut
Hautunreinheiten (umgangssprachlich Pickel genannt) sind beispielsweise Pusteln, Talgretenzionszysten und Comedos (auch Mittesser genannt).
Diese haben Ihre Ursache häufig in:
- zu geringer Sauberkeit und Pflege
- falscher Pflege
- falscher Ernährung
- Entzündungen im Mund- und Rachenraum
- Verdauungsstörungen
- Stress
Sonderfall "Akne"
Eine starke Form der unreinen Haut ist die Akne.
Entgegen sonstigen Hautunreinheiten ist Akne jedoch kein Zeichen mangelnder Körperhygiene. Auch handelt es sich bei der Akne nicht um eine Reaktion auf die Unverträglichkeit von irgendwelchen Nahrungsmittelen, Kosmetikartikelen o.a. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine weitverbreitete Hauterkrankung.
Je nach Ursache und genauem Krankheitsbild wird zwischen einer Reihe verschiedener Akneformen unterschieden. Schwereren Akneerkrankungen können dabei Narbenbildungen zur Folge haben. Neben dem Gesicht können auch andere Körperpartien wie beispielsweise der Oberkörper von der Akne betroffen sein.
Das unsachgemäße Ausdrücken von Aknepickeln kann zu zusätzlichen Komplikationen führen und sollte deshalb unterlassen werden.
Außer in leichten Fällen von Akne ist die Behandlung durch einen Hautarzt (Dermatologen) dringend anzuraten!.












